Was will das SYNDIKAT?

Wir als Beschäftigte müssen uns besser aufstellen.
Der GBR hat das bisherige Verhandlungssystem der sogenannten erweiterten Mitbestimmung gekündigt.

Er hat erkannt, dass dies am Ende für den GBR und die Beschäftigten nachteilig war:

Zwar gab es ein Verfahren zu Vermittlung und Schlichtung, am Ende konnte jedoch der Gewerkschaftsrat, der nah am Bundesvorstand angesiedelt ist, ein Veto einlegen und so stets das Blatt zu Gunsten des Bundesvorstandes wenden.

Mit Verhandlungen auf Augenhöhe hatte das nichts zu tun.

Wir brauchen ein Verhandlungssystem auf Augenhöhe.
Um ein Verhandlungssystem auf Augenhöhe etablieren zu können, müssen wir als Beschäftigte bundesweit durchsetzungsfähig werden.

Das geht am besten, wenn wir unabhängig von der Arbeitgeberin ver.di handeln können.

Solange die Finanzierung von Aktionen der Beschäftigten bis hin zum (unbefristeten) Streikrecht und der Streikorganisation kein Rechtsanspruch von Betriebsräten ist, wird es im Konfliktfall auch keine Augenhöhe des ver.di-GBR mit der Arbeitgeberin ver.di geben können.

Deshalb haben wir SYNDIKAT gegründet und bauen diese Gewerkschaft Stück für Stück auf.

Dazu gehört auch ein finanzielles Polster, um eigenständig wirken können.

Gemeinsam mit dem GBR und nicht gegen ihn
Wichtig ist uns, dass wir in Abstimmung mit dem GBR handeln und nicht gegen ihn.
Es geht darum, gemeinsam koordiniert alle Mittel zum Wohle der Beschäftigten zu nutzen.

Wie geht es jetzt weiter?
In den 1,5 Jahren seit der Gründung im November 2024 haben wir schon vieles geschafft.
Wir sind bei einem Organisationsgrad von über 10 %.

Diesen Schwung wollen wir jetzt auf möglichst viele andere ver.di-Einheiten und Landesbezirke übertragen, um auch bundesweit durchsetzungsfähig zu sein.

Nach wie vor gilt, wir bauen alles komplett von Null auf – ohne Hauptamtliche, externe Dienstleister und Infrastruktur, die wir sonst von ver.di so kennen.

Wir haben ein gutes finanzielles Polster, mit dem wir Aktionen und auch Streiks finanzieren können.

Jetzt geht es darum, die wichtigen brennenden Themen anzugehen.
Aus der ver.di-Beschäftigten Umfrage Frühjahr 2025, stehen für uns ganz oben die Fragen:

Zu viele Aufgaben für zu wenig Personal/Arbeitsbelastung“, „wöchentliche Arbeitszeit“ und „Entgelt“.

Genau da setzen wir jetzt an und benennen Handlungsfelder für unsere Gewerkschaft SYNDIKAT mit euch zusammen. Hier geht es zu unserem Aktionsherbst.

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